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Liste zum Akw Fessenheim.

Fessenheim gehört zu den französischen Atomkraftwerken mit den meisten "unvorhergesehenen Ereignissen". Nach Auffassung der Karlsruher Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen) ist dies als Warnung vor kommenden größeren Schäden im Reaktorkern zu verstehen – auch wenn die Ereignisse selbst als harmlos eingestuft wurden.

Atomkraftexperten sprechen von "Precursor": Der englische Begriff steht für kleine Zwischenfälle in einem Akw; sie zeigen in der Summe, in welchem Zustand sich eine Anlage befindet und funktionieren gleichsam als Warnsignale. Eine Liste dieser "Precursors" in französischen Nuklearanlagen liegt Sylvia Kotting-Uhl vor, angefertigt von der französischen Atomkontrollbehörde (ASN).

Diesem amtlichen Dokument ist zu entnehmen, dass die beiden 900-Megawatt-Reaktoren in Fessenheim mit 17 derartigen Ereignissen zwischen 2003 bis 2013 in der Spitzengruppe von fünf französischen Akw liegen. "Die Liste zeigt, dass französische Akw gefährlicher sind, als der Öffentlichkeit allgemein bekannt ist", urteilt die Abgeordnete. Insbesondere Fessenheim stehe dabei im Fokus. Kotting-Uhl fordert deshalb, mit der Stilllegung des Akw Fessenheim nicht bis zur Inbetriebnahme des Reaktors EPR in Nordfrankreich zu warten, wie dies derzeit in Frankreich geplant ist. Dass die Precursor-Analyse aussagekräftig für das Sicherheitsniveau eines Akw ist, untermauert auch ein Bericht der EU-Kommission von 2009. Dort heißt es: "Aus den Erfahrungsanalysen ergibt sich, dass schweren Unfällen in der Regelrelativ unbedeutende Ereignisse vorausgehen und dass eine signifikante Verschlechterung des Zustandes der Anlagen oder der Sicherheitskultur von früheren Indikatoren abgeleitet werden kann."





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