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Mahnwache gegen Akw Fessenheim, Müllheim/Baden

Mahnwache gegen Akw Fessenheim, Breisach

p. Adr. Irmgard Koll

Zunzinger Str. 7a

79379 Müllheim/Baden im September 2018


Frau Bundeskanzlerin

Dr. Angela Merkel

Bundeskanzleramt

Willy-Brandt-Str. 1

10557 B e r l i n


Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

wir sind zwei sehr aktive Bürgerinitiativen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, die sich seit dem erschütternden GAU in Fukushima/Japan regelmäßig (jeweils einmal wöchentlich) in Müllheim/Baden bzw. Breisach treffen, um unsere Proteste gegen dieses und zu erwartende weitere derartige Ereignisse zum Ausdruck zu bringen. Das Ausscheiden des Umweltministers Mr. HULOT , der sich energisch für die Schließung des ältesten und durch zahlreiche Störfälle gekennzeichneten Atomkraftwerks FESSENHEIM eingesetzt hatte, erfüllt uns mit großer Sorge, zumal seit dem durch den vormaligen französischen Präsidenten Hollande die für 2016 angekündigte Schließung dieses Akw nicht umgesetzt worden war und seither die Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins durch ständige Verschiebung der Stilllegung „vertröstet“ wird.

Die Nuklearzentrale in Fessenheim wurde 1977 in Betrieb genommen und sah eine begrenzte Laufzeit vor. Diese begrenzte Laufzeit ist nicht unbegründet. Bereits zu Betriebsbeginn wurden sog. Stahl-Referenzteile im Reaktor zur periodischen

RTNDT*Kontrolle integriert, weil die Ingenieure wußten, daß der Reaktorstahl mit den Jahren durch die Neutronenstrahlen versprödet, also altert.

Auf deutscher Seite – unmittelbar am Rhein im Bereich des Oberrheins - fühlt sich die Bevölkerung inzwischen konsequent hintergangen: sie befürchtet, daß die Schließung des Akw Fessenheim so lange jeweils kurzfristig verschoben wird, bis das befürchtete gewaltige Unglück hereinbricht. Viele Millionen Menschen in der Region werden sofort sterben, weitere längerfristig dahinsiechen; die betroffene Region wird verwüstet sein, keine Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln oder anderen Gütern des täglichen Bedarfs mehr möglich sein. Überlebende werden allenfalls in andere benachbarte Gebiete ausgelagert werden uns dort als Binnenflüchtlinge in Lagern leben müssen.

Da die Betreiberfirma Edf offensichtlich uneinsichtig ist und sich sogar noch durch zusätzliche Entschädigungsforderungen aus der Affaire zieht, befürchtet die hiesige Bevölkerung das Schlimmste.

Wir ersuchen Sie daher, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, ihr offenbar sehr gutes Einvernehmen mit Präsident MACRON jetzt energisch dazu zu nutzen, ihn zu einer schnellen Lösung dieses besonders wichtigen Problems zu veranlassen.

Die Bürgerinitiativen Müllheim/Baden und Breisach danken Ihnen im voraus für Ihre Unterstützung und warten auf entsprechende Unterrichtung.




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Reposted byanti-nuclearp125

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