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Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace sind am Donnerstag für eine Protestaktion auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Cattenom nahe der deutschen und luxemburgischen Grenze vorgedrungen. Die Umweltschützer wurden dort von der Polizei «gestoppt».

Dies teilte die Betreibergesellschaft EDF mit. Sie hätten keinen Zutritt zum Nuklearbereich des AKW gehabt. Auf die Sicherheit der Anlage habe sich die Aktion nicht ausgewirkt. Greenpeace bestätigte die Protestaktion.

Gegen 5.30 Uhr hätten rund 15 Aktivisten zwei Sicherheitsschleusen überwunden und seien zum Gebäude gelaufen, in dem sich das Abklingbecken für Brennstäbe befinde, sagte Roger Spautz, der Atomexperte von Greenpeace Luxemburg, zur Nachrichtenagentur AFP. Dort hätten sie «ein Feuerwerk gezündet». Die Aktivisten seien festgenommen worden.

Mit der Aktion habe Greenpeace auf Sicherheitsmängel hinweisen wollen. Es sei demonstriert worden, «dass man in ein Atomkraftwerk eindringen kann», sagte Spautz. Zudem habe Greenpeace darauf aufmerksam machen wollen, dass das Gebäude mit dem Abklingbecken anders als die Reaktorgebäude nicht geschützt sei.

Umstrittenes AKW

Das nur rund zehn Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegende französische Atomkraftwerk Cattenom ist umstritten. In der Anlage kommt es immer wieder zu Pannen, die Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) zählt Cattenom zu den «grössten Risiko-AKW» in Europa.

Die luxemburgische Regierung und auch die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland forderten in der Vergangenheit wiederholt, Cattenom abzuschalten. Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel bot den französischen Behörden vor einem Jahr sogar an, einen finanziellen Beitrag zu einer Abschaltung zu leisten.

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